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Bundesadler



Themen | Modellhafte Evaluierung von Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen an historischen Glasmalereien mit starken Schäden durch anthropogene Umwelteinflüsse

Kooperationspartner:

BAM Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung

Förderung

Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Kennzeichen 27312-45

Projektbeschreibung

Abb1: Havelberger Dom, Fenster nXI, 1411/12

Abb1: Havelberger Dom, Fenster nXI, 1411/12

In den Jahren von 1994 bis 2006 wurden zahlreiche Umweltprojekte zur Sanierung wertvoller historischen Glasmalereien aus dem Mittelalter und dem 19. Jahrhundert in national bedeutenden Bauensembles erfolgreich und modellhaft durchgeführt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück förderte die Maßnahmen mit umgerechnet mehr als 6 Mill. €. Die Projekte zur Wiederherstellung umweltgeschädigter Glasmalereien, an denen auch die AG 4.21 der BAM “Umwelteinflüsse und Schädigungsmechanismen“ mit naturwissenschaftlichen Untersuchungen beteiliegt war, umfassten zahlreiche Objekte in allen 5 neuen Bundesländern, darunter solche in den Domen Halberstadt, Havelberg und Stendal, in der Nikolaikirche Quedlinburg sowie auch in der Klosterkirche Marienstern in Panschwitz-Kuckau.

In dem von der DBU geförderten Nachsorgeprojekt „Modellhafte Evaluierung von Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen an historischen Glasmalereien mit starken Schäden durch anthropogene Umwelteinflüsse“ werden alle damals angewandten Substanzen und Materialien sowie Halterungssysteme und Schutzeinrichtungen, wie z.B. isothermisch angelegte Doppelverglasungen eingehend untersucht, um sie Jahre nach der Sanierung zu bewerten, ihre heutige Funktionsfähigkeit festzustellen und auf Grund der Projektergebnisse Verbesserungen, Ergänzungen oder neue technische Lösungen zu empfehlen.

Dazu wird in den fünf oben genannten Objekten ein Klimamonitoring für den Zeitraum von einem Jahr im Bereich zwischen den historischen Glasmalereien und der Außenschutzverglasung durchgeführt. Gemessen werden Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Strömungsgeschwindigkeit der Luft zwischen Außenschutzverglasung und Original, an den Gläsern und im Zwischenraum. Zusätzlich zu optischen und elektronenmikroskopischen Analysen an den historischen Gläsern komplettieren Staubprobenahmen die Untersuchungen.

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2011-01-11  

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Ansprechpartner:

BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Dr.-Ing.
Manfred Torge
Richard-Willstätter-Straße 11
12489 Berlin
Telefon:
+49 30 6392-5930
E-Mail:
Manfred.Torge@bam.de